Opernhaus
Richard-Wagner-Platz 2-10
90443  Nürnberg

Theater

"Krieg und Frieden", von Sergej Prokofiew

Krieg und Frieden

Krieg und Frieden

Im Frühjahr 1812 fällt Napoleon mit der bis dahin größten Armee aller Zeiten in die Weiten Russlands ein. Westeuropas Krieg gegen Russland trifft auf eine russische Oberschicht, die vollkommen verwestlicht ist, sich auf Französisch unterhält, italienische Musik hört und deutsche Philosophen liest. Fassungslos stehen die Russen der Grausamkeit der Franzosen gegenüber und beginnen, den Kampf als großen Zusammenprall unversöhnlicher Kulturen zu begreifen. Wer sich heute mit Sergej Prokofjews monumentaler Oper "Krieg und Frieden" beschäftigt, für den fließen vier Zeitebenen ineinander: Napoleons desaströser Russlandfeldzug; die Veröffentlichung von Tolstois Roman 1869 in einem immer reaktionäreren und rückständigeren Zarenreich; die Komposition der Oper im Zweiten Weltkrieg; und schließlich Putins heutiges Russland, in dem ein leidgeprüftes Volk mit der Beschwörung historischer Größe narkotisiert wird. Prokofjews Oper, ein Wahnsinnsunternehmen mit 72 Rollen, großem Chor und Orchester, schwankt zwischen Größenwahn und Intimität, Schlachtengemälde und Liebesdrama, Propaganda-Schinken und Satire. Sein Thema ist nichts weniger als der verzweifelte, manchmal heldenhafte und manchmal lächerliche Kampf eines Volkes um seine Identität und die Suche einiger Menschen nach dem Sinn des Lebens. Jens-Daniel Herzog inszeniert das monumentale Werk am Staatstheater Nürnberg, die musikalische Leitung hat Joanna Mallwitz.

Stand: 17.07.2018

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Veranstaltungsort

Richard-Wagner-Platz 2-10
90443  Nürnberg


Tel.: 01801-34 42 76
Fax: 0911-231 54 11
Web: http://www.staatstheater-nuernberg.de

 

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