Fränkisches Museum
Museumsstr. 19
91555  Feuchtwangen

Ausstellung, Und

"ReFormation - Die Kunst der Zerstörung", Werke von Simon Berger und Pierre-Alain Münger

Werk von Simon Berger

ReFormation

Zerstörung als Destruktion bestehender Bedeutungszusammenhänge, Formen und Funktionen, als Erschaffung neuen Sinns – das sind die Kernthemen der Kunst von Simon Berger und Pierre-Alain Münger. Die Schweizer Künstler bearbeiten ihre Materialien – Glas und Metall – mit Hammer und Meißel. Sie zerschlagen, zerstören und zerbrechen und erschaffen damit beeindruckende und berührende Kunst. Simon Berger spricht mit seiner außergewöhnlichen Glaskunst eine einzigartige plastische Sprache. Er erforscht die Tiefe seines Materials, das er zerschmettert und zerbricht. In seinen Händen ist der Hammer jedoch kein Werkzeug der Zerstörung, sondern ein Effektverstärker: je näher und kürzer die Schläge, desto stärker die Kontraste und die Schattierungen. Dabei gilt sein Interesse vor allem dem menschlichen Gesicht. So entstehen ausdrucksstarke Porträts, die durch die Art und Weise, wie sie entstanden sind – mit dem Hammer zerschlagenes Glas – auf die Zerbrechlichkeit des Individuums verweisen.
Verformungen, Deformationen von Gegenständen und von Materialien faszinieren Pierre-Alain Münger seit früher Kindheit. Münger ist besonders von Autounfällen und Blechschäden fasziniert: Seine Arbeit zeigt aber nicht nur zerstörte Fahrzeuge, sondern auch beschädigte Laternenpfähle, Schilder, Bäume oder andere Gegenstände. Ob Malerei, Skulptur oder brillante Federzeichnung auf Papier, die tiefe Faszination des Künstlers für Zerstörung und Deformation ist offensichtlich. Deformierte Autos und kaputte Bäume sind in seinen Werken stumme Opfer und Zeugen der unsichtbaren kinetischen Kräfte. Wie Simon Berger geht es auch ihm nicht ausschließlich um die Zerstörung als destruktiven Akt, sondern um die Erschaffung neuer Bedeutungszusammenhänge aus den Trümmern und Bruchstücken des Bestehenden.
Ausstellungsbeginn dieser etwas brachialen Kunst ist am Freitag, 22. April um 10 Uhr im Fränkischen Museum in Feuchtwangen, dort zu sehen bis Mitte August.

Stand: 16.03.2022

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Veranstaltungsort

Museumsstr. 19
91555  Feuchtwangen


Tel.: 09852-2575
Web: www.fraenkisches-museum.de

 

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