Theater
 

Neuer Spielplan am Stadttheater Fürth

"Wir sind so frei" ist das Motto der Spielzeit 2019/2020 am Stadttheater Fürth. Wofür steht der Begriff „Freiheit" für uns heute? Und wie definieren wir die Grenzen dieser unserer Freiheit? Wie verhalten wir uns im Widerstreit zwischen globalisierter Freiheit und den „Ketten" einer immer umfassenderen "Transparenz" und dem Wiedererstarken des Mauer-Denkens? In all seiner Vielfalt und Diversität will das Theater mit seinen Eigenproduktionen und den ausgewählten Gastspielen diesen Begriff und dieses Bedürfnis unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung reflektieren und künstlerisch präsentieren. Denn angesichts zahlreicher populistischer Tendenzen geht es auch um das Recht und die Pflicht des Theaters, gesellschaftliche und politische Fragen zu stellen und Position zu beziehen.

Erste Premiere der neuen Spielzeit ist am 29. Sept. das Schauspiel "Die Zertrennlichen" im Kulturforum. Der französische Autor Fabrice Melquiot hat damit einen bemerkenswerten Text für das Kindertheater geschrieben, dem es gelingt mit Anleihen an große Tragödien und archaische Mythen eine moderne Begegnung zweier Kinder über kulturelle Unterschiede und Ressentiments hinweg zu erzählen. Dafür gewann er im Jahr 2018 den Deutschen Kindertheaterpreis.

Im Großen Haus eröffnet am 11. Okt. die bis heute viel gespielte Machtposse "König Ubu" von Alfred Jarry die Spielzeit. Das 1896 uraufgeführte Spektakel mit reichlich politischem Sprengstoff gilt als Geburtsstunde des modernen Theaters. Alfred Jarry zeichnet in seiner Groteske einen Diktator als dummdreisten Spießer: geldgeil, jähzornig und kleingeistig. "König Ubu" wird in Fürth von der Regisseurin und Choreografin Jean Renshaw neuinszeniert.

Höhepunkt der Beschäftigung mit dem diesjährigenSpielzeit-Thema ist das Spektakel "Fürther Freiheit 2020" an zwei Wochenenden im Juli 2020. „Freiheit" wird in vielen ihrer Facetten zum Gegenstand künstlerischer Untersuchungen und Interventionen im öffentlichen Raum der Fürther Innenstadt. Historische Linien und Entwicklungen in Bezug auf Freiheit und unsere sich wandelnden Begriffe von Freiheit werden mit theatralen Mitteln betrachtet und mit künstlerischen Mitteln befragt. Überraschende Freiheits-Choreografien werden an unerwarteten Orten zu erleben sein, andernorts kraftvolle Freiheits-Lieder überraschend angestimmt. Enden wird diese erste theatrale Fürther Freiheits-Reise im Kulturforum Fürth mit einer gemeinsamen Abschluss-Performance aller künstlerisch Beteiligten und einem anschließenden Freiheits-Fest.

Den musikalischen Start in die neue Spielzeit bestreitet am 22. Okt. das Theater Ulm mit der Oper "Fidelio". Ludwig van Beethovens mitreißende Musik voller revolutionärer Dringlichkeit und Pathos macht "Fidelio" zu einer der beliebtesten Opern bis heute, die in einem Mix aus biedermeierlichem Singspiel und oratorischer Freiheits-Sinfonie zu einem der wichtigsten Werke des Repertoires gehört.

Der vollständige Spielplan 2019/20 liegt im Theater und in der Region aus und ist zudem auch online unter www.stadttheater.de zu sehen.

Stand: 12.06.2019

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