Film
 

Yuli

Yuli - Edison Manuel Olvera

Filmstart: 17.1.
Regie: Icíar Bollaín
Darsteller: Keyvin Martínez, Santioago Alfonso, Carlos Acosta, Edilson Manuel, Olbera Nuñez u.a.

Der Brite Paul Laverty gilt als einer der besten Drehbuchautoren der Welt, vor allem, wenn es um gesellschaftskritische Stoffe geht, das hat er in etlichen Arbeiten mit seinen StammregisseurInnen Ken Loach und Icíar Bollaín und Filmen wie „I, Daniel Blake" und „También la lluvia – und dann der Regen" demonstriert. Und ausgerechnet dieser Paul Laverty wagt sich nun an einen Tanzstoff? Doch was er aus der Geschichte des international gefeierten kubanischen Tänzers Carlos Acosta herausholt, erzählt ganz viel über politische Zustände, über Familienbande, Rassismus, Sklaverei – und die inneren Befindlichkeiten der Hauptfigur.
Schon der kleine Carlos tanzt im Havanna der frühen 80er-Jahre gerne Breakdance auf den Straßen eines bettelarmen Stadtbezirks. Sein Vater Pedro, der seinen Sohn liebevoll Yuli nennt, benannt nach einer Krieger aus Pedros synkretistischer Religion, erkennt das Talent des Jungen und zwingt ihn, die Ballettschule Havannas zu besuchen. Doch Yuli, der von den anderen Jungs auf der Straße als Schwuchtel beschimpft wird, büxst immer wieder aus und landet schließlich in einem Ballettinternat weit weg von daheim.
Dass es Carlos Acosta bis ganz nach oben schaffen wird, ist von vornherein klar. Laverty und seine Regisseurin Icíar Bollaín bedienen sich nun eines faszinierenden Kniffs, um die Befindlichkeiten Yulis in Bilder zu packen: Sie fügen eine zweite Erzählebene ein, in der hervorragende Tänzer die Geschichte Acostas in faszinierenden Choreografien (und mit der betörenden Musik Alberto Iglésias') ausdrücken. Begleitet werden diese Tanzfrequenzen von Carlos Acosta selbst, mittlerweile 45 Jahre alt. Hier wird neben der Spielfilmhandlung deutlich, was es bedeutet hat, sich als Schwarzer in der weißen Welt des klassischen Balletts durchzusetzen, in einer fremden Umgebung – Yuli schafft es bis nach London ins English National Ballet und wird der erste schwarze Romeo auf Londons Bühnen. Ein Film, der vor Emotionen fast birst und zugleich betörend schön aussieht – was will man mehr von großem Kino?

Martin Schwarz

Stand: 11.12.2018

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