Film
 

Fahrenheit 11/9

Fahrenheit 11 9

Filmstart: 17.1.
Regie: Michael Moore

Michael Moore, der Manipulator, der Selbstdarsteller. Ein virtuoser Dokumentarfilmer, der sein ganzes Können für die ihm wichtigen Aussagen zu nutzen weiß. Einer, der da hingeht, wo es wehtut. So ein Michael Moore würde Deutschland guttun.
Am 9. November 2016 wurde der stinkreiche Rechtsaußen Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt – etwas, was sich viele aufgeklärte Amerikaner nicht im Traum hätten vorstellen können. Nun gibt sich Moore in seinem neuen Dokumentarfilm nicht größer damit ab, diesen Mann zu dissen – das ist ja auch ziemlich einfach, Angriffsflächen bietet Trump genug, nein, der amerikanische Patriot Moore wirft einen Blick auf den Zustand der demokratischen Verhältnisse in seiner Heimat – und sieht viel Schlimmes, aber auch Hoffnungsschimmer. Was zum Beispiel mit verseuchtem Wasser in Moores Geburtsstadt Flint, Michigan, für Verbrechen an der überwiegend schwarzen Bevölkerung vollzogen werden, dafür ist der Begriff Skandal ein zu schwacher Ausdruck. Und auch der frühere Präsident Obama hat hier nicht eben geglänzt. Überhaupt kritisiert Moore die Demokraten genauso wie Trumps Administration.
Was der Filmemacher im Wesentlichen aufzeigen will: Die USA werden von reichen, weißen, alten Männern kontrolliert, die bevorzugt in ihre eigene Tasche arbeiten. Aber er sieht auch Licht am Horizont: die vielen jungen Leute, die vor allem nach dem letzten Schulmassaker aufbegehren; die vielen Frauen, die einen Weg in die parlamentarische Politik anpeilen...
So stringent wie in seinem Meisterwerk „Bowling for Columbine" (2002) geht Moore diesmal nicht vor, er springt etwas verwirrend zwischen den Themen hin und her, unterfüttert den Stoff nicht mehr so charmant mit vergnüglichen Gimmicks. Und eines wird auch deutlich (oder von Moore so inszeniert): Den Mann scheint in den USA nahezu jeder zu kennen, er ist auf dem Weg zu einer Art Säulenheiliger der Linken. Und er macht immer noch kraftvolle Filme.

Martin Schwarz

Stand: 11.12.2018

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... wie sagte mein Vater immer zu mir: "Auch ein Hippie muss mal Pippi!". Das aber nur am Rande... wer 17 Hippies hören und sehen will (gut, es sind eigentlich nur 13...), wie sie großartige, chansoneske Rock'n'Roll-Musik mit Stilen aus aller Welt machen, der muss am 18.1. in den Hirsch gehen. Um 21 Uhr geht's los. Peace!

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