Film
 

6. Griechische Filmtage Nürnberg

Son Of Sofia

Die 6. Edition der „Griechischen Filmtage Nürnberg" bietet vom 22. bis zum 25. November aktuelle Filme hervorragender griechischer Regisseure. Neu ist der Austragungsort: das Rio Palast, das mit seinem charmanten 50er Jahre-Flair bis heute als Kino in Gostenhof erhalten geblieben ist, öffnet seine Pforten um die Filmtage zu beherbergen. Vier Tage lang wird das Rio Palast zum lebendigen Festivalzentrum, und der Griechische Kunstclub e.V. lädt ein, gemeinsam Kultur zu erleben und mit Filmschaffenden in direktem Austausch zu treten. Talks und musikalische Events begleiten das Festivalprogramm und die 6. Ausgabe bietet darüber hinaus eine Ausstellung von Filmplakaten.
Ein Thema steht besonders im Focus der diesjährigen Filmtage: Migration in Europa. Das Thema ist hochaktuell, wird in ganz Europa diskutiert und spiegelt sich auch in griechischen Filmen wider. Emigration und Immigration sind Teile griechischer Geschichte und die jüngste Vergangenheit stellte diese zwei Begriffe umso mehr in den Vordergrund.
In „Amerika Square" verweben sich die Schicksale von vier völlig unterschiedlichen Menschen nach einem rassistisch motivierten Anschlag. Aus Russland kommt „Sofias Sohn" in seine neue Heimat Athen an, doch dort wartet ein neuer Vater auf ihn – er flüchtet sich in eine dunkle Märchenwelt. Das Filmessay „Dialog in Berlin" besteht aus Dokumentarischem, Fiktionalem und philosophischer Reflexion über das wechselvolle Spiel der verschiedenen Kulturen des europäischen Nordens und Südens. „Worlds Apart" erzählt von drei Liebesgeschichten in Zeiten der Krise. Ausschreitungen in Athen, Vater Polizist, Teenage-Tochter Demonstrantin – eine Beziehung auf dem Prüfstand in „Happy Birthday". "Die letzte Notiz" führt ins dunkle Kapitel der Okkupation Griechenlands während des Zweiten Weltkriegs zurück. Der in ruhigen Bildern erzählte Kinderfilm „Der Floh" plädiert für das Recht auf Individualität und Kreativität. Und zwei cineastisch-musikalische Leckerbissen: Regisseur Tony Gatlif entdeckt mit seinem feministischen Road-Movie „Djam" den Musikstil Rembetiko und Asteris Kutulas bietet mit „Dance, Fight, Love, Die – With Mikis Theodorakis on the road" ein clipartiges Notebook: 60 Stories, 1 Anti-Romanze, 90 Minuten Musik, kaum ein gesprochenes Wort - ein ungewöhnlicher Film über den musikalischen Anarchisten Mikis Theodorakis.

Stand: 13.11.2018

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