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A Certain Ratio

A Certain Ratio - ACR Loco

Die Veteranen des krud-kantigen, avantgardesquen Post-Punk-Wave-Funk A Certain Ration hatten ihre große Zeit Ende der 70er und Anfang der 80er, als sie mit ihrem Mix noch wirklich Aufsehen und -hören erregten. Jetzt sind sie mit "ACR Loco" (Mute/PIAS) zurück und entlocken dem selbstgeschaffenen Genre durchaus noch neue Akzente zwischen PostFunk, New Jazz, Disco und Manchester-Rave-Geschniedel. „This album is a culmination of everything we've ever done, we've got some real momentum at the moment", betont Sänger Jez Kerr. Gitarrist Martin Moscrop fühlt sich wie 18 zu Zeiten ihrer Debüt-Single „All Night Party" 1977 und Schlagzeuger Donald Johnson haut sich für den treibenden Groove ohne Ermüdungserscheinungen ordentlich rein. Unterstützt werden sie von Tony Quigley am Saxophon, Denise Johnson, Gesang sowie Matt Steele, Keyboards. Das Album destilliert die verschiedenen Richtungen und Stile, auch die Arbeit am 40Jahre ACR-Boxset ließ sie in der Vergangenheit arbeiten, während sie sich in die Zukunft bewegten. Und so zeigt sich ein Titel wie „Berlin" als schmissiges New Order-Zitat, auf „Always In Love" klingen sie gar Hacienda-Partyverliebt nach Säuselballade, der Opener „Friends Around Us", What's Wrong" oder „Taxi Guy" sind da schon eher klassische-treibende ACR-Ware, mit dem Geist von gestern und dem Wumms von heute, nicht nur gefällige Ohrenschmeichler, sondern sperrige Kraftpakete.

Jürgen Parr

Stand: 01.10.2020

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