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Gus Dapperton

Gus Dapperton - Orca

Fiel der 23-jährige US-Amerikaner bislang eher als Gute-Laune-Midtempo-Dance-Schlaks auf, so entdeckt er auf seinem zweiten Album „Orca" (AWAL) die dunkleren Seiten des Lebens, wenn auch in gefälligen Jungspund-College-Schimmer-Pop verpackt. Der Titel soll eine Metapher für unsichtbares Leid sein, wenngleich der Start mit „Bottle Opener" noch harmlos-popig daherkommt. So jung, und schon stehen schmerzhafte Erfahrungen, menschliches Leid, Heilungsprozesse und das Überwinden dieser Probleme im Mittelpunkt – Titel wie das melancholisch-mollige „First Aid" sprechen hier Bände. Geschrieben und produziert hat Gus die Songs im Alleingang, wobei Spike Stent (Frank Ocean, Lady Gaga, Beyoncé) gemixt hat. „Es geht darum, wie wir letztlich alle wie Tiere in Käfigen leben" sagt Gus. Das Schreiben begann während der Tour 2018: „Ich war nicht im Gleichgewicht", erklärt er, zwischen emotionalen Aufs und Abs und der Sehnsucht nach dem eigenen Zuhause gestresst. So ist der Sound weniger bunt-fröhlich, sonder eher nachdenklich-melancholisch, aber Gus hat immer noch das Händchen für Songstrukturen, Stimmungen und Arrangementdetails.

Jürgen Parr

Stand: 01.10.2020

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