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Pedrum Siadatian, eigentlich Gitarrist und Sänger der kalifornischen Indie-Psycho-Popper Allah-Las, tobt sich auf seinem zweiten Solo-Album „Spiritual Vegas" (Mexican Summer/Alive) mal wieder ordentlich in 60er- und 70er-retrogetränktem, schräg-exotischem, poppigem Indie-Psycho-Rock aus, der noch über den seiner Band hinausgeht, die Twang-Gitarre immer im Zentrum. Das zeigt sich schon an dem Exoten-Arab-Funk „Ta Fardah", das er in Farsi singt und damit seinen iranischen Wurzeln die Ehre gibt, wozu er rauch-geschwängert-krautrockig die Hippie-Schlaghosen-Gitarre jaulen lässt. Oft verglichen mit Kevin Ayers, Lou Reed und Julian Cope badet er zusammen mit Produzent Frank Maston in einer klanglich-bunten Vielfalt, inspiriert von Art-Rock der 80er/90er Jahre wie The Meat Puppets und The Magnetic Fields mit einem gehörigen Schuß 60ies-/70ies-Psychedelik. Der Albumtitel „Spiritual Vegas" wurde von einem Besuch auf Bali, Indonesien, inspiriert, wo Siadatian von Touristen beeindruckt war, die entweder nach Erleuchtung durch Instagram oder nach einer Vegas-ähnlichen Ausschweifung suchten. Und er erkannte, daß ein Erweckungserlebnis in vielen Formen auftreten kann: „Je eher Du entdeckst, daß Lachen der Schlüssel zum Erfolg ist, desto eher bist Du befreit", das hat er sich auch zur Alum-Philosophie erkoren.

Jürgen Parr

Stand: 31.08.2020

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