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Club-News 12-18

Brainfeeder

Das Los Angeleser Label von Steven Ellison aka Flying Lotus, Gross-Neffe von Alice Coltrane, feiert mit der Compilation „Brainfeeder X" zehnjähriges Bestehen. 36 Tracks, darunter Klassiker (Lapalux & Kerry Letham mit ihrem wunderbaren Song „Without You"), aktuelle Veröffentlichungen (Thundercat, Ross From Friends) und Unveröffentlichtes (Moiré, Flying Lotus, Dorian Concept, Thundercat feat. BadBadNotGood, etc) bilden die innovative Szene der Stadt, aber auch international zwischen HipHop, Jazz, Bassmusik und Techno, sowohl instrumental-funktional (Mr. Oizo), als auch songorientiert mit Vocals (Daedelus), experimentell und verspielt (Jameszoo) ab. Das Label selbst beschreibt die Zusammenstellung als "extraterrestrial Afro-Futurist odysseys, distorted and muddied psychedelia and samba-infused hymns to the Boxer rebellion... fundamentally LA shit, carefully franchised worldwide to spiritually aligned kinsmen." Es finden sich auch bisher weniger bekannte Newcomer wie PBDY, Miguel Atwood-Ferguson and Strangeloop darauf. Immer vorausschauend und clubtauglich, was sie mit den leider eingestellten „Low End Theory"-Nächten auch live umsetzten.

Der in London beheimatete Produzent Guglielmo Barzacchini veröffentlich unter dem Moniker TSVI „Inner Worlds" [nervous horizon] sein Debütalbum nach dem ersten Release vor vier Jahren. UK-Bassmusik mit sehr spannenden Einflüssen. Das Album geht um die Verbindung des Künstlers mit seinem wahren Ich und Innenleben. Seine Eltern praktizierten Hinduismus, was ungewöhnlich für eine italienische Familie war. Aktuell wurde er durch den religiösen und musikalischen Background seiner Partnerin inspiriert, die ihm Musik aus dem mittleren Osten und Sufi Ideologien näherbrachte. Er nahm Stücke auf, die von Bauchtanz-Percussionisten wie Emad Sayyah und Hossam Ramzy beeinflusst waren, kombiniert mit Dancehall, Tarraxo and Trance. Klingt jetzt alles etwas esoterisch, ich find die Musik an sich aber sehr eigenständig.

Anders Trentemöller beeindruckte mich 2009 mit seinem „Harbour Boat Trips 01" Mix – von deepen Vocalsongs von z.B. Grouper und Beach House schaffte er den Spagat zu Dancetracks von Suicide, Caribou, Khan und auch ihm selbst. Nun erscheint „Harbour Bout Trips Vol. 02 Copenhagen" [hfn]. Die Stimmung auf den gut 70 Minuten ist ähnlich deep, viele Vocals und Acts wie The Raveonettes, Slowdive, John Maus & Molly Nilsson, etc. Hat was leicht waviges, shoegazehaftes... passend zum grauen Winter.

Der italienische Produzent Simone Trabucchi veröffentlichte 2017 sein Album unter dem Namen Still mit diversen Kooperationen an den Vocals. Cutting Edge Grime, Dancehall oder experimentelle Elektronik, das sich in meinen Jahres Top-10 platzierte. Nun werden auf Still „I (Remixed)" [pan] neun Neuinterpretationen nachgereicht, die erneut diverse Ecken der innovativen Clubmusik bedienen. Keine großen Namen, eher Neuentdeckungen und Kennern Bekannte wie NÍDIA, der kenianische Produzent Slikback, der aus dem Nyege Nyege Umfeld stammende Zilla oder der Franzose E-Unity. Futuristische Global Beats!

Thomas Fehlmann kennt man vielleicht als Gründungsmitglied von Palais Schaumburg, Teilzeit-Mitglied von The Orb und in den letzten Jahren in Berlin lebenden Technoproduzent. „1929 – Das Jahr Babylon" [kompakt] ist das dritte Album von ihm in diesem Jahr und der Soundtrack der ARD-Dokumentation. Deeper Dub-Techno steht hier neben verrauschten, knisternden Sounds der Vergangenheit, Assoziationen an Polka und Chanson kommen mir in den Sinn. Erinnert mich auch etwas an die Arbeiten von Leyland Kirby, nur eben auf manchen Tracks auch durchaus funktional. Wenn es zu jener Zeit Techno gegeben hätte, müsste er so klingen!

Der Schweizer Lucien Nicolet bringt auf seinem Label die Compilation „Luciano_& Cadenza present Magik Garden Festival" als Homage an Chile und das dort stattfindende Festival. 15 Stücke von Artists, die dort bereits aufgetreten sind wie Loco Dice, Alejandro Vivanco, Felipe Venegas und ihm selbst. Minimal Techno der psychedelisch-verspulten Art eines Villalobos mit gelegentlich auch jazzigen Einflüssen und Vocals.

HAPPY HOLIDAYS! wünscht euch

stefan wagner

Stand: 20.12.2018

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