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„Funkelschatz“ ist das Kinderspiel des Jahres 2018

Funkelschatz

Mai, Juni und Juli, das sind alljährlich jene drei Monate, in denen die Brett- und Kartenspielbegeisterten gespannt auf das Votum der Jury des wichtigsten Spielepreises im deutschsprachigen Raum schauen. Nachdem im Mai die Nominierungsliste mit jeweils drei Titeln in den Kategorien „Spiel des Jahres", „Kennerspiel des Jahres" und „Kinderspiel des Jahres" veröffentlicht wird, bleiben stets gut vier bzw. acht Wochen, um persönlich im eigenen Spielkreis oder in der Familie zu einem Urteil zu kommen. Manchmal passt es noch, vor der Sommerpause an dieser Stelle den Hauptpreis (und das Kennerspiel) vorstellen zu können, allein, in diesem Jahr ist die diesbezügliche, traditionelle Pressekonferenz in Berlin erst am 23. Juli 2018, also werden Sie, liebe Leserschaft, diese Ausgabe schon zuvor in Händen halten. Egal, nichts verpasst, nur auf das September-Heft verschoben.

Nominiert sind als „Spiel des Jahres 2018" die Spiele „Azul" von Michael Kiesling, „Luxor" von Rüdiger Dorn und „The Mind" von Wolfgang Warsch. Zum „Kennerspiel des Jahres 2018" sind nominiert: „Die Quacksalber von Quedlinburg" von Wolfgang Warsch, „Ganz schön clever" von Wolfgang Warsch und „Heaven & Ale" von Michael Kiesling und Andreas Schmidt.

Sicher ist, eine solche Nominierungssituation hat es seit 1979 (also in 40 Jahren!) noch nicht gegeben: bei nur sechs nominierten Spielen ist ein Autor doppelt (Michael Kiesling) und ein Autor sogar dreifach (Wolfgang Warsch) nominiert! Allein dies schon verdient eine Verneigung vor den Akteuren. Toll!

Doch nun zu dem, was schon auf den Spieltisch kommen kann: „Das Kinderspiel des Jahres", gekürt auf der Pressekonferenz in Hamburg am 11. Juni 2018. And The Winner Is...."Funkelschatz", erdacht von Lena und Günter Burkhardt, ein Vater-Tochter-Spiel, veröffentlicht bei Haba.

Erzählt wird die Geschichte von vier Drachenkindern, die auf einen ganz besonderen Funkelschatz gestoßen sind. Eingefroren in eine Eissäule lässt sich erkennen, dass dort wunderbare Funkelsteine verborgen sind. Doch leider benötigen die Jungdrachen Hilfe von dem Herrn Papa, der mit seiner Feuerkraft dafür sorgen soll, dass das Eis schmilzt und so die Kinder an die Steine kommen können.
In diesem Geschicklichkeits- und Sammelspiel ab 5 Jahren ist die Eissäule dargestellt durch acht bzw. neun Plastikringe (je nach Anzahl der Mitspieler). Gefüllt ist die Säule mit Funkelsteinen in fünf Farben. In jedem Durchgang gilt es, eine richtige Vorhersage dahingehend zu treffen, welche Farbe die Funkelsteine haben werden, die aus der Säule hinunterfallen, wird einer der Ringe vorsichtig weggenommen. Hat ein Spieler in der Runde Beute gemacht, darf er diese in seiner Ecke in den Schlitz auf dem Spielplan stecken, so werden sozusagen in einer eigenen Höhle die Steine gesammelt. Der Drachenpapa bekommt alles, was übrig bleibt.

„Funkelschatz" ist ein wirklich schönes „Kinderspiel des Jahres", komprimiert vorgetragen in dieser vergleichsweise kleinen Schachtel von Haba und damit auch zu einem sehr attraktiven Preis zu erwerben. Das Moment der Geschicklichkeit ist etwas für jedes Alter. Es darf mit einer oder mit zwei Händen (und den Fingern!) agiert werden, um einen Ring abzuheben. Wer seine Finger geschickt einsetzt, kann vielleicht befördern, dass noch ein Stein einer bestimmten, eben der eigen gewählten Farbe fällt – oder eben nicht bei Steinen für die Konkurrenz. Das ist raffiniert und vor allem wird eine stimmige Geschichte erzählt.

Überhaupt besteht die große Kunst im Votum in Sachen „Kinderspiel des Jahres" darin, ein Spiel zu finden, dass mitspielenden Erwachsenen auch Spaß bereitet, gleichzeitig aber nicht zu viele (Kinder-)Jahre ausgrenzt. Denn das Kinderspiel beginnt bei zwei bzw. drei Jahren! Und da ist dann eine Nominierung (ab 7 Jahren) von „Emojito!" eigentlich völliger Quatsch in dieser Kategorie. Ein solches Spiel auszuzeichnen hätte den Vorwurf zur Folge, fünf bis sechs Kinderjahre zu ignorieren – und dem Verlag gegenüber ist es einfach unfair, da er in dieser Kategorie eigentlich bei normalem Verstand chancenlos ist. Da ist beim „Spiel des Jahres" deutlich mehr (Alters-)Luft. Wer das dann wiederum nicht herausfordernd genug findet, der kann zum „Kennerspiel" greifen. Nur umgekehrt funktioniert das nicht. Aber solche Gedanken machen sich die Juroren auch gerne mal nicht. „Funkelschatz" ist auf jeden Fall ein würdiger Preisträger in dieser Kategorie. Der herzliche Glückwunsch geht also an Lena und Günter Burkhardt.

Rainer Scheer

Stand: 11.07.2018

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