Spiel
 

Abenteuer im Chickwood Forest

Chickwood Forest

Es ist Februar, und es ist wie immer. Die Internationale Spielwarenmesse bestimmte Ende Januar/Anfang Februar das Treiben und natürlich auch die Berichterstattung in der Franken-Metropole. Kaum ein Verlag hält in diesen Tagen schon seine Neuheiten parat, manchen dient die Messe sogar als Stimmungsbarometer. Es sind danach auch schon vorgestellte Spiele oder Spielzeuge gar nicht erschienen...
Von derlei Treiben unberührt, kommt zwangsläufig auf den Spieltisch das, was greifbar ist, so etwa eine Neuerscheinung aus dem vergangenen Herbst, veröffentlicht anlässlich der Spieltage in Essen. Und sie führt uns zu einem ganz besonderen Helden... und in einen wohl bekannten Wald... aber ist da nicht eine Melodie und ein Gesang...?
„Robin Hood, Robin Hood, reitet durch die Lande,
voller Stolz und Wagemut folgt ihm seine Bande..."
Vielleicht kennen Sie nicht nur diese Zeilen, sondern haben auch noch die Melodie dieses Liedes im Ohr, wenn das Thema auf jenen von der Staatsmacht Geächteten kommt, der stets das Geld von den Reichen genommen hat, um es den Armen zu geben... so erzählt es in unzähligen Varianten die Legende. Dabei treffen die Männer des Sheriffs und Robin Hoods Mannen zumeist im Sherwood Forrest aufeinander – ein gefährliches Terrain!
Wohl dem, der seine Vorbilder kennt. „Die Legende ist fast so alt wie der „Chickwood Forest" selbst. Während die adligen Adler in ihren Jagdschlössern im unverdienten Überfluss schwelgen, finden die armen Landhühnchen kaum mehr ein Korn zu fressen. Wer nimmt von den Reichen und gibt es den Armen? Kein geringerer als Robin Hahn mit seinen fröhlichen Gesellen!"
Spieleautor Matt Loomis entführt die zwei bis fünf Mitspieler in eben jenen Chickwood Forest. Hier kann ein jeder Teil der Bande werden und schließlich wird derjenige den Sieg davon tragen, der den meisten Ruhm ernten konnte. Nun muss für diesen Ruhm natürlich etwas getan werden: Da sind Schlösser auszurauben und da ist Beute zu machen. Danach werden die Almosen verteilt, die zum eigenen Ruhm beitragen.
Jeder Spieler erhält in seiner Spielfarbe 15 Almosensteine und drei Beute-Karten als Handkarten. Zu Beginn werden die sieben Dörfer und zwei Waldkarten zu drei Reihen mit jeweils drei Karten ausgelegt. Die Schlösser mit ihren unterschiedlichen Werten werden bereit gelegt, der Umfang der Auslage richtet sich nach der Anzahl der Mitspieler.
Um eine Startreihenfolge zu ermitteln, werden Schlosskarten unterschiedlicher Wertigkeit blind verteilt. Jeder Spieler legt die so erhaltene Karte offen vor sich aus. Es wird nicht reihum gespielt, sondern in der Reihenfolge der Schlosskarten, d.h. der Spieler, der das Schloss mit dem geringsten Wert besitzt, beginnt. Er darf eine seiner Handkarten an eins der Schlösser in der Auslage anlegen; das geschieht je nach Vorgabe verdeckt oder offen. So werden die ersten drei Runden gespielt, dann haben alle Spieler ihre Handkarten ausgespielt. Jetzt darf der Spieler, der auch schon das Anlegen begonnen hat, ein beliebiges Schloss ausrauben. Er legt die erbeutete Schlosskarte auf seine und sortiert die Beutekarten nach ihrer Art. So entsteht vor jedem Spieler eine offene Auslage. Werden Wohltäterkarten erbeutet, so sind Almosen in den Dörfern zu verteilen. Im Prinzip wiederholt sich dieser Spielverlauf so lange, bis der Nachziehstapel an Beutekarten, von dem es für jeden Spieler zu Beginn einer neuen Runde drei neue Karten gibt, verbraucht ist. Wer wann am Zug ist, regelt die Wertigkeit der bei den Spielern offen ausliegenden Schlösser. In der Schlusswertung zählen die Beutekarten, die Schlösser und natürlich noch die den Dörfern gegebenen Almosen, wobei hier Mehrheiten zu erspielen sind.
„Chickwood Forest" ist eine ironische Adaption der Robin Hood-Legende, über die Thematik kommt eine gewisse Leichtigkeit ins Spiel. Der Ablauf ist schnell zu erfassen, wichtig ist allerdings zu wissen, was wie viel in der Schlusswertung einbringt. So entwickelt sich wahrscheinlich erst nach einigen Partien eine geeignete Strategie, doch das ist nicht schlimm, „Chickwood Forest" ist ein wirklich reizvolles Spiel mit pfiffiger Graphik, das stets zu einer weiteren Partie auffordert.

Rainer Scheer

Stand: 12.02.2018

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